Der Untertan

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Über dieses Buch

Sollte es einmal einen Preis für den widerlichsten Protagonisten eines Romans geben, würde der Untertan Diederich Heßling ohne Zweifel weit vorne landen: Über sein satirisches Meisterwerk über den Untertanengeist im Kaiserreich bis unmittelbar vor Beginn des I. Weltkriegs meinte Heinrich Mann Jahrzehnte später im Rückblick, er habe damals »von dem ungeborenen Faschismus den Begriff, und nur die Anschauung nicht« gehabt.

Die vorliegende Ausgabe bietet eine verlässliche Textgestalt mit einem Kommentar, der die geistesgeschichtlichen und politischen Hintergründe (wie etwa die ständigen Zitate aus Reden des Kaisers) präzise aufschlüsselt.

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Fußnoten

  1. Vgl. Katalog, S. 135.

  2. Das Erscheinen dieser Ausgabe wurde am 23. Dezember 1918 im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel (Jg. 85, Nr. 296, S. 7435) angezeigt.

  3. Sigrid Anger hat 1965/67 bei der Edition des Untertan innerhalb der Akademie-Ausgabe »das von Heinrich Mann korrigierte Handexemplar des Privatdrucks« [aus dem Heinrich-Mann Archiv, Berlin] als Textgrundlage gewählt, »das nachweislich der letzte von Heinrich Mann bearbeitete Text ist« (GW VII, S. 442). »In einer Reihe von Fällen« hat sie indes bei der Textkonstituierung Lesarten der Handschrift bevorzugt, ohne diese Eingriffe in den Text ihrer Vorlage nachzuweisen. Überdies wurden in dieser – lange Zeit maßgeblichen – Untertan-Ausgabe Orthographie und Interpunktion weitgehend den Regeln und Konventionen der 1960er Jahre angeglichen.

  4. Der im Rahmen der Reihenveröffentlichung neugesetzte Text weicht in vielen Details von dem der Auflage 1.–7. Tausend ab und weist auch eine ganze Reihe von Druckfehlern auf (z. B. 55,25 »schrie er plötzlich auf≪ statt »schrie er plötzlich Au≪; 308,28 »selber bange≪ statt »sehr bange≪; 330,14 »von jung und alt≪ statt »von Jung zu Alt≪; 436,20 »eine ganze Familie≪ statt »deine ganze Familie≪).